Umkleidekabine

Umkleidekabinen waren und sind bei Dieben besonders beliebt. Straftäter fühlen sich dort wohl, wo sie unbeobachtet sind (so zum Beispiel auch in Kundentoiletten). Umkleidekabinen sollten sich deshalb an einer gut einsehbaren Stelle befinden; in neueren Einkaufszentren sind sie meist mitten im Verkaufsraum im Sichtfeld Kassen- oder Infotheke platziert.

 

Eine zentrale Anordnung der Kabinen hat sich als vorteilhaft erwiesen.

Es sollte keine Möglichkeiten geben, in den Kabinen Sicherungen und Preiset zu verstecken.

 

Das heißt:

• Spiegel dicht an der Wand befestigen,

• Hinweise dicht an der Wand anbringen oder direkt aufkleben.

• Fußboden fest verkleben, Fußmatten entfernen & Fußleisten befestigen

• Ablageflächen über Beleuchtungen und Vorhangschienen abschrägen.

 

Der Fuß- und Kopfbereich der Umkleidekabinen sollte soweit wie möglich einsehbar sein, damit erkennbar bleibt, was der Kunde in der Kabine anzieht.

 

Die Betreuung durch Mitarbeiter im Bereich der Umkleidekabinen nimmt dem Ladendieb Spielraum. Es sollte darauf geachtet werden, wie viele Kleidungsstücke der Kunde in die Kabine mitnimmt. Oft werden durch einen zweiten Kunden, dem Komplizen, Kleidungsstücke .nachgeliefert, so dass das Personal den Überblick über die Menge der Waren verliert. Einige Geschäfte sind deshalb dazu übergegangen, die Zahl der Kleidungsstücke auf drei zu beschränken.

 

Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass sich der Kunde beim Einkauf nicht unwohl fühlen darf; die Privatsphäre muss trotz der Überwachungsmaßnahmen gewahrt bleiben.